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Über die Chriropraktiker
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1. Was ist Chiropraktik?

Chiropraktik (griechisch: chiros = Hand, praktos = getan, bedeutet mit der Hand getan) ist eine Behandlungsmethode Fehlstellungen und Blockierungen der Wirbelsäule und Gelenke durch gezielten, Druck mit der Hand schmerzlos, sanft zu lösen.

2. Welche Erkrankungen sind behandelbar?

Der Chiropraktiker ist nicht nur für die Behandlung des Bewegungsapparates zuständig, sondern auch Ihr Ansprechpartner bei allen funktionellen Störungen der inneren Organe. Von Angina bis Zystitis können Chiropraktiker also fast alles behandeln >> siehe Beschwerdeindex

3. Handelt es sich bei der Behandlung um Linderung von Beschwerden, oder Heilung?

Sowohl als auch, je nach Schweregrad und Dauer der Erkrankung. Starken Verschleiß kann natürlich auch ein Chiropraktiker nicht rückgängig machen, wenn jedoch, wie in den meisten Fällen, nicht der Verschleiß, sondern eine Fehlstellung im Gelenk die Ursache für die Beschwerden ist, kann man von Heilung sprechen.

4. Wie funktioniert so eine Behandlung ganz praktisch?

Nach Anamnese und Untersuchung (siehe Behandlungsablauf), folgt die Behandlung durch gezielten, sanften Druck des Chiropraktikers an den entsprechenden Stellen der Wirbelsäule. Durch dieses schmerzlose Lösen des Gelenkdruckes werden sowohl die Schmerzrezeptoren im Wirbelgelenk "besänftigt", als auch die Fehlstellung korrigiert.

5. Wird nur im Wirbelsäulenbereich behandelt, oder auch an anderen Körperteilen?

Das Hauptarbeitsfeld des Chiropraktikers ist die Wirbelsäule. Das Becken jedoch ist die Haupt-Fehlerquelle für Beinlängendifferenzen und Skoliose, deshalb sieht sich jeder Chiropraktiker vor der Behandlung der Wirbelsäule auch immer die Statik an. Darüber hinaus ist es möglich, jedes Gelenk chiropraktisch zu behandeln.

6. Wie untersucht der Chiropraktiker?

Orthopädische, neurologische und chiropraktische Untersuchungen, Röntgenbilder, CT, MRT, Thermo-Scans und S-EMG sind die Basis jeder Chiropraktischen Behandlung, um eventuelle Risiken, die eine Behandlung erschweren vorher zu erkennen bzw. auszuschließen.
>> siehe Behandlungsablauf

7. Gibt es Nebenwirkungen der chiropraktischen Behandlung?

Bei ca. 10 % der Patienten tritt nach der ersten Behandlung ein Muskelkater ein, weil man an der Muskulatur, welche die Wirbelsäule umgibt, gearbeitet hat. Einige Patienten beschreiben das Gefühl nach einer Behandlung als "befreit", "beweglicher", als könnten sie jetzt wieder "Bäume ausreißen". Andere wiederum, gerade am Anfang der Behandlung sind angenehm erschöpft (wie nach dem Sport) und schlafen gut und tief, ..."wie schon lange nicht mehr".

8. In welchen Abständen ist eine Justierung sinnvoll?

Je akuter eine Situation, desto häufiger sollte justiert werden. Dies kann im Einzelfall täglich erfolgen! Bei chronischen Situationen ist ein Justierungsintervall von 1-2 x wöchentlich zu empfehlen.
Später, wenn die Statik der Wirbelsäule sich zunehmend stabisliert hat, können die Justierungsintervalle auf bis zu 4 Wochen verlängert werden.

9. Was knackt bei der Justierung?

Das knackende Geräusch entsteht durch das Lösen des Unterdrucks im Gelenk. Zwei Gelenkflächen haften aneinander, sind aber verschieblich. es besteht ein Unterdruck. Ist ein Gelenk in der Bewegung eingeschränkt, kann das Lösen (Justierung) die Beweglichkeit wieder herstellen. Jedes Gelenk kann demnach "knacken", wenn es sich löst. Die Wirbelsäule besteht im Übrigen aus 96 Gelenken.

10. "Muß" eine Justierung ein Gelenkknacken erzeugen??

Nein. In der Amerikanischen Chiropraktik gibt es viele Techniken, bei denen nicht das "Knacken" das Ziel ist, sondern eine Bewegung des Gelenks.

11. Was ist Chirotherapie?

Chirotherapeuten, so nennen sich Ärzte, meist Orthopäden, die eine Zusatzausbildung in Sachen Chirotherapie absolviert haben. Chirotherapeuten suchen ausschließlich nach "blockierten Wirbeln", um diese dann unter Manipulation "einzurenken". Unter Manipulation versteht man das kraftvolle, passive Bewegen eines Gelenkes über(!) seinen Aktiven Spielraum hinaus. (Es setzt nicht(!) den Einsatz von Präzision, Spezifität oder Korrektur einer Nervenstörung voraus). Daher ist sie nicht gleichzusetzen mit der chiropraktischen Justierung in der amerikanischen Chiropraktik. Achtung: Aus chiropraktischer Sicht ist von einer unspezifischen Manipulation der Wirbelsäule dringend abzuraten!

12. Wer darf sich Chiropraktiker nennen?

Chiropraktik ist kein geschützter Begriff, leider! Chiropraktik ist eine Therapie, kein Beruf, d.h. man muß Heilpraktiker oder Arzt sein, um sich in Chiropraktik fortzubilden

13. Wie soll ich als Patient wissen, ob ein Chiropraktiker sein Handwerk perfekt beherrscht?

Wie bei jedem Handwerk, kann man das immer erst hinterher sagen, es sei denn man hat eine persönliche Empfehlung. Generell lässt sich sagen, dass eine Mitgliedschaft in einem Berufsverband, sowie ein Ausbildungsnachweis (z. B. Urkunde ähnlich dem Meisterbrief) Anhaltspunkte sein können, aber keine Garantie. Erkundigen sie sich auf jeden Fall nach der Methode, mit der sie behandelt werden sollen.

14. Zahlt die gesetzliche Krankenkasse eine solche Behandlung?

Nur wenn sie von einem Arzt mit Kassenzulassung ausgeführt wurde. Leistungen von Privatärzten und Heilpraktikern übernimmt die gesetzliche KV nicht.

15. Zahlt eine private Krankenversicherung?

In der Regel ja, wenn sie den Heilpraktiker in ihrem Tarif mitversichert haben. Als gesetzlich Versicherter haben Sie die Möglichkeit durch den Abschluß einer Zusatzversicherung Heilpraktikerleistungen miteinzuschließen.


Bei weiteren Fragen wenden SIe sich einfach an uns.

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