Neben der wissenschaftlichen Grundlage und der Kunst der Justierung, verfügt Chiropraktik auch über einen eigenen philosophischen Aspekt. So ist der Chiropraktiker fest davon überzeugt, dass er den Patienten nicht heilt, sondern dass er nur die Impulse vermittelt, die den Körper des Patienten dazu veranlassen, sich selbst zu heilen.
Die Philosophie der Chiropraktik beginnt mit der Voraussetzung, dass es eine Ordnung im Universum gibt. Nichts ist überflüssig oder bedeutungslos in unserer Welt. Es gibt für alles einen Grund. Zugegeben, vielleicht können wir den Grund nicht immer erkennen, geschweige denn verstehen, aber wir können sicher sein, dass nichts zufällig oder "einfach so" passiert. Wir wissen, dass es eine intelligente Ordnung im Universum gibt. Eine Schöpferkraft existiert in jeder lebenden Materie, und besonders offensichtlich beim Menschen. Nur wegen dieser Intelligenz können wir in unserer Existenz fortbestehen und in dieser Welt handeln. Ohne sie wäre unser Planet ein formloser Haufen aus Steinen und Unrat. Pflanzen wüssten nicht, wie sie wachsen sollten. Tiere wüssten nicht, wie sie sich vermehren und ihre Spezies erhalten sollten. Vögel wüssten nicht, wie sie fliegen und Fische nicht, wie sie schwimmen sollten.
Moderne Chiropraktik basiert auf der Grundüberzeugung, dass der Mensch nach seiner Geburt relativ gesund zur Welt kommt, mit maximalen Abwehrmechanismen des eigenen Körpers. Durch Geburtstraumen, Unfälle, Stürze und viele weitere Einflüsse, auch des natürlichen Alterungsprozesses und lang anhaltendem Stress, verändert sich gleitend die Situation dadurch, dass der eigene Körper sich auf die jeweiligen Gegebenheiten einstellt, sich anpasst bis hin zu Konditionierung. Während dieses lebenslangen Zeitlaufes kann immer wieder korrigierend in diesen Prozess eingegriffen werden, mit kleinen aber wichtigen Impulsen, die der Körper als Selbstheilungsaufgabe empfindet und auch darauf sofort reagiert. Vertebrale Subluxation. auch als Nervenstörung bezeichnet,
ist eine Fehlstellung von einem oder mehreren von den 24 Wirbeln der Wirbelsäule, die eine Veränderung der Nervenfunktion eine Störung der Überleitung der mentalen Impulse verursacht. Das Ergebnis ist eine Schwächung der dem Körper angeborenen Fähigkeit, sein maximales Gesundheitspotential auszudrücken.
Chirotherapeuten, so nennen sich Ärzte, meist Orthopäden, die eine Zusatzausbildung in Sachen Chiropraktik absolviert haben. Chirotherapeuten suchen ausschließlich nach "blockierten Wirbeln", um diese dann unter Manipulation "einzurenken". Unter Manipulation versteht man das kraftvolle, passive Bewegen eines Gelenkes über(!) seinen Aktiven Spielraum hinaus. Es setzt nicht(!) den Einsatz von Präzision, Spezifität oder Korrektur einer Nervenstörung voraus. Daher ist sie nicht gleichzusetzen mit der chiropraktischen Justierung in der amerikanischen Chiropraktik. Achtung: Aus chiropraktischer Sicht ist von einer unspezifischen Manipulation des Nervensystems dringend abzuraten!
Siehe auch:
> Beschwerde-Index
> FAQ
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